Mahnmal für die Russenstraße

Enstehung eines Denkmals für die Russenstraße, 2014/15

Die Projektidee: Erinnern, trauern, sühnen

Die Russenstraße erstreckt sich an der Grenze zwischen den Gemarkungen Westrhauderfehn und Westoverledingen über eine Länge von 5,7 Kilometern schnurgerade in nord-südlicher Richtung. Sie wurde in der Zeit des ersten Weltkrieges von russischen Kriegsgefangenen angelegt und erlebte danach eine wechselvolle Geschichte.

Die Initiatoren dieses Projektes an der Schnittstelle von Geschichte und Kunst sind Dr. Keno Borde und der Bildhauer Gerd Christmann. Es soll darum gehen, neue Formen der Erinnerungskultur in der Gruppe zu erarbeiten, zu praktizieren und sichtbare Spuren zu hinterlassen. Während die offizielle Denkmalskultur in diesem Lande Konzept und Idee für ein Denkmal bez. Mahnmal durchweg an Fachleute delegiert und dann in einen Diskussionsprozess bezüglich Auswahl eines Entwurfes eintritt, sollen hier engagierte Bürger selbst einen Prozess von Anfang an mitbestimmen und individuelle Beiträge zur ästhetischen Gestaltung des „Mahnmals“ beitragen.

Konkret gesagt: Es werden plastische Ergebnisse erarbeitet und am Rande der Russenstraße aufgestellt. Das zu beginnende Werk der Erinnerungskultur versteht sich als Beginn eines offenen Prozesses, der in die Zukunft hinein fortgeführt werden soll.

Das Projekt wendet sich an alle Bürger, Demokraten, jung oder alt, die politisch oder heimatgeschichtlich interessiert sind, aber auch an Mitbürger, die über die gestalterische Seite Zugang zu dem Projekt finden.

Die Gemeinde Westoverledingen, vertreten durch Herrn Bürgermeister Lüpkes und Herrn Theo Douwes, Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit bei der Gemeinde WOL, unterstützt das Vorhaben. Herr Hermann Adams, ausgewiesener Fachmann für Heimatgeschichte der Gemeinde Westoverledingen, begleitet die historische Seite des Projektes.

Presse

Artikel über die Denkmalseinweihung, Sonntags-Report vom 21.12.2014

November 2014

Das Projekt „Russenstraße“ nähert sich langsam seinem letzten Kilometer

Am Mittwoch, den 17.11., haben Heinrich Janssen, Detlef Hermann und ich die Schalung für den Guss unserer Denkmalsmauer hergestellt. Zur Erinnerung: Der Korpus des geplanten Denkmals, ist eine Mauer, mit doppelt gerundetem Grundriss und treppenförmigem  Aufriss/ Frontalansicht.

Heinrich Janssen, ein erfahrener und versierter Tischler und Kunsthandwerker, war unser „Vormann“. Dank seiner Anleitung und sehr engagierten Arbeit haben wir es geschafft, die Schalung/Gussform für das Denkmal an einem Tag fertig zu stellen. Detlef Hermann und ich haben aber ebenso engagiert mitgearbeitet 🙂

Günther Königshoff, Betriebsleiter des Betonwerkes Steenfelde, hat uns gute Arbeitsmöglichkeiten vorbereitet, Material und „Know-how“ zur Verfügung gestellt. Ihm sei ganz herzlicher Dank. Wer eine Stunde in seinem Büro verbracht hat, weiß, wie intensiv sein normaler Arbeitstag ist.

Die beiden Bilder oben zeigen uns drei bei der Arbeit. Lustig: Wir sind alle drei im selben Jahrgang geboren, die Quersumme unserer Alter ist 198! Auf jeden Fall sind wir nach dem Bau der Schalung glücklich und zufrieden nach Haus gegangen. Am kommenden Donnerstag, den 27.11., wird unser Denkmal im Betonwerk Steenfelde gegossen.

Keno Borde bereitet die Aufstellung des Werkes vor, die für Anfang Dezember geplant ist. Er bemüht sich um einen prominenten „Laudator“, ich hoffe, dass er Erfolg hat.

Gerd Christmann, 20.11.2014

Juni 2014

Projektstart

Am 20. und 21. Juni ist das Projekt „Russenstraße“ gestartet. Nachfolgend finden Sie einige Fotos.

Vor allem geht ein großes Danke an alle Teilnehmer. Es hat – trotz des wechselhaften Wetters am Samstag – großen Spaß gemacht und ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen am 05. Juli!

Gerd Christmann